Krisenintervention - Fallbeispiele Inland

Verkehrsunfall
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image Ausgangslage: Eine Frau erfährt durch ein Überholmanöver eines jungen Automobilisten eine Frontalkollision. Ausser ihr stirbt auch die 12-jährige Tochter. Die Grossmutter überlebt den Unfall schwerstverletzt auf dem Rücksitz. Aufgrund der zur Verfügung stehenden Informationen wird bald klar, dass der Vater und der Grossvater sowie andere Verwandte über das Ausmass des Unfalles zu informieren sind. Die Zentrale der Kantonspolizei bietet zur Unterstützung auf.

Auftrag: Nur 15 Minuten nach dem Aufgebot treffe ich auf der Unfallstelle ein. Der Mann der verunglückten Fahrerin und Vater der getöteten Tochter ist ebenfalls auf dem Weg hierher. Ich nehme ihn in Empfang, eröffne ihm im Beisein der Polizei was geschehen ist und führe ihn zu seiner Frau und seiner Tochter. Erschütternde Szene der Trauer machen sich breit. Die Begleitung dieses Mannes und die anschliessenden Begegnungen mit seinem Schwiegervater und den übrigen Verwandten benötigen viel Einfühlungsvermögen und Zeit. Die Polizeiorgane können sich inzwischen ihrer eigenen Aufträge widmen.

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Ueberfall auf ein Lebensmittelgeschäft
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image Ausgangslage: Kurz vor 19.00 Uhr werden zwei Verkäuferinnen eines Lebensmittelgeschäftes überfallen. Der Täter entkommt mit den Tageseinnahmen, die er sich unter Anwendung von Gewalt und tätlicher Bedrohung aushändigen lässt. Die beiden Frauen können erst einige Zeit nach dem Verlassen des Geschäftes um Hilfe rufen. Er droht ihnen mit dem Tod, sollten sie dies tun. Die beiden Frauen stammen aus der Türkei.

Auftrag: Noch während Polizeibeamte mit Hunden den Laden absuchen, treffe ich auf die völlig eingeschüchterten Frauen. In körperlicher Hinsicht scheinen sie keinen Schaden genommen zu haben. Nach einer sorgfältigen Annäherung beschliessen wir, gemeinsam in den Laden zurück zu gehen. Sie zeigen mir in Anwesenheit des rapportierenden Polizeibeamten und des Polizeifotografen, wie sich der Überfall abgespielt hat. Sie brauchen mich als "Figuranten" und stellen mich jeweils genau so hin, wie sie den Täter wahrgenommen haben. Wir stecken mitten in der Bearbeitung und lassen uns viel Zeit. Durch die anschliessende Betreuung, die nicht länger als eine Woche jeweils morgens und abends (Ladenöffnung und -schliessung) in Anspruch nahm, fühlen sie sich stark genug, den Laden weiterhin zu führen. Beide erlitten keinen Arbeitsausfall.

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