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Begegnung im Notfall: Verhaltensmuster von Betroffenen und von Helfenden
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Aufgrund der unzähligen Einsätze bei aussergewöhnlichen Todesfällen habe ich Verhaltensmuster beobachtet, die Erklärungen über die persönliche Betroffenheit und die Art und Weise des Umgangs damit seitens der Betroffenen zulassen. Daraus heraus habe ich Verhaltensmuster für das Personal (wer immer das auch sein mag) abgeleitet in der Hoffnung, dass angemessenere Begegnungen mit Betroffenen möglich werden.
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Big Desaster: Umgang mit Grossereignissen und Katastrophen
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Im Rahmen der Organisation für Grossereignisse und Katastrophen der Stadt Winterthur (OGK) entstand ein Betreuungsdienst, dem ich als "Dienstchef Psychologie" zur Zeit vorstehe. 50 ausgebildete Therapeuten stehen dieser Organisation zur Verfügung. Die Aufgaben sind: Betreuung von Überlebenden im Zentrum für psychosoziale Krisenintervention, Bedienung des Sorgentelefons, Stabsberatung, Defusing/Debriefing und Nachbetreuung
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Katastrophen: Psychosoziale Krisenintervention
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Die Szenarien, die zu einer Katastrophe führen können sind: Naturereignisse, Brand/Explosion, Verkehr, Sabotage, Epidemie, Chemie oder Radioaktivität. Die Abgrenzung zwischen einer Normallage und einer ausserordentlichen Lage ist fliessend. Eine Katastrophe verlangt indes nach qualifiziertem Personal auch im psychologischen Bereich. Anhand der bisher erlebten Beispiele werden Muster der Interaktion besprochen.
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Krisenintervention: Organisation und Führung
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Wer sich mit Krisenintervention beschäftigt, darf dies nicht ohne entsprechende institutionelle Vernetzung resp. Verankerung tun, will er nicht zwangsweise innert kürzester Zeit Schiffbruch erleiden. Die administrativ-organisatorischen Bedingungen auf allen Führungsstufen müssen geklärt und die notwendigen Grundlagen definiert sein. Aufträge und Ziele sind formuliert und ermöglichen ein optimales Arbeiten.
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Krisenintervention: Krisenmanagement
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Intrainstitutionell sind anhand von Szenarien sowohl die Organisation (Alarmplan usw.) in Form von Checklisten erstellt, alle notwendigen Dokumente vorbereitet, die Abläufe und Kompetenzen geklärt. Ein qualifiziertes Krisenmanagement ermöglicht es in der Krise, dass die Mitarbeiter auf allen Stufen auftragsgemäss arbeiten und weder Leerläufe noch Kompetenzkonflikte die Arbeit behindern.
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Krisenintervention: Verlauf der Betroffenen
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Tritt eine Krise ein, so verhalten sich die Betroffenen auf eine Weise, die ihnen bis zu diesem Zeitpunkt nicht bekannt war. Anhand der Beobachtungen habe ich eine Ablaufsentwicklung festgestellt, die es den Helfenden ermöglicht, Problemstellungen rechtzeitig zu erkennen und frühzeitig anzusprechen. Auf diese Weise werden überraschende Veränderungen oder von aussen getätigte Entscheidungen eliminiert.
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Krisenintervention: Den Verlust wahrnehmen und begreifen
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In der direkten Begegnung von Angehörigen mit ihren Verstorbenen (Konfrontation - emotionale Identifikation) zeigen sich schematisch erfassbare Strukturen, die für die Betroffenen von grosser Wichtigkeit sind. Hauptaufgabe besteht darin, den Verlust wahrzunehmen und ihn begreifen zu lernen. Diese beiden Schritte erfordern viel Zeit. Die Betroffenen können auf diesem Weg sehr gut unterstützt werden.
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Krisenintervention: Was hilft wirklich?
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Traumatisierte Menschen sind Menschen, die durch eine plötzliche, unvorhersehbare äussere Einwirkung auf den Organismus einen körperlichen Schaden erlitten haben. Dieser erscheint auch in Form einer starken seelischen Erschütterung, die meist nicht sichtbar ist. Oftmals erkennt man erst nach einer gewissen Zeit und aufgrund weiterer Erschütterungen, dass eine Traumatisierung eingetreten ist. Information, Schutz, Geborgenheit, Verständnis, Wärme, Umsorgung und Sicherheit sind Elemente, die in solchen Momenten stützen.
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Notfalltelefon: Die erste Begegnung mit einem Menschen, der helfen kann!
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Auf Notfallzentralen arbeiten in der Regel Angestellte einer Firma, die gemäss den internen Richtlinien dieses Care-Center betreiben. Anrufende müssen innert kürzester Zeit dem sie wirklich belastenden Ereignis erfasst und geführt werden. Dazu braucht es Schulung, in der für das Verständnis und die Problematik der Anrufenden sensibilisiert wird.
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Plötzlich und unerwartet: Wege der Trauer von Angehörigen der Opfer von Kaprun
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Am 11.11.2000 fuhr der Unfallzug planmässig knapp vor 09.00 Uhr von der Talstation bergwärts. Im Wagen befanden sich 161 Fahrgäste und der Zugführer. In der Gegengarnitur der Zugführer und ein Fahrgast. Die Garnitur kam nach einer Fahrtstrecke von ca. 1130 m (530m im Tunnel) nach einer Fahrzeit von etwa 2 ½ Minuten zum Stillstand. Es starben 155 Menschen. Erstmals in Europa wurden neben den üblichen psychologischen Angeboten auch eine Exposition (Begehung des Tunnels durch die Angehörigen) angeboten. Welches waren die Wege der Trauer der Angehörigen und wie sind sie in der Konfrontation mit ihrer Wirklichkeit damit umgegangen?
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Psychologische Aspekte bei Kinderreanimationen
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Die Reanimation von Kindern ist für das Rea-Team wohl die schwierigst denkbare Aufgabe, die es zu bewältigen hat. Das Rea-Team ist auf Informationen über den Ablauf der emotionalen Reaktionsweisen der Angehörigen angewiesen, will es seinen Auftrag so ausführen, dass die Eltern mit Überzeugung sagen können, "wir haben alles für unser Kind getan".
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Suizid: Arten, Signale, Verhalten
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Es ist für Angehörige eine grosse Herausforderung, einen Suizid in nächster Umgebung oder gar im eigenen familiären System zu erleben. Fragen werden aufgeworfen: Welche Arten von Suizid gibt es? Wie erkennt man eine Suizidgefährdung? Welche Signale sind alarmierend? Wie kann/soll reagiert werden? Wie können Fachpersonen reagieren? Wichtig ist, auf diese Fragen angemessene Antworten zu finden.
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Wie ein Blitz aus heiterem Himmel
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Trauer beeinflusst das intrafamiliäre Beziehungsgeflecht. Trauer blockiert die Welt der Gefühle, isoliert die Kreativität des Denkens, reduziert Vitalität und verändert die Lebensqualität. Angehörige stehen in einer Turbulenz der eigenen Gefühle, die je nach Art und Intensität der Beziehung verstärkt oder reduziert wird. Ihre Bedürfnisse sind minutiös zu explorieren und mit ihnen zusammen Wege der Auseinandersetzung zu suchen.
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